Hang Tens und High Fives
Übermut wird abgestraft. Das ist ein uraltes Prinzip. Nach der Flaute kamen die Wellen zurück nach Hainan. Nicht gigantisch groß, aber mit ordentlich Druck.
Der Swatch Girls Pro Contest konnte an einem einzigen Tag zu Ende gebracht werden. Die lay days waren folglich gezählt und ich widmete mich wieder der wirklich schweren Arbeit: Am Strand sitzen und wunderschönen Mädchen beim Surfen zugucken.
Ich sah die hübsche Hawaiianerin Kelia Moniz geradewegs ins Finale surfen, sah die Leichtigkeit, mit der die Weltranglisten-Zweite, die blonde Australierin Chelsea Williams, Hang Tens und Cross Steppings spielerisch aussehend absolvierte und träumte von eigenen Wellen.
Und so schmiss ich mich, völlig unvorbereitet und unaufgewärmt, nach einer fünfmonatigen Surfpause in die Wellen. Unnötig zu erwähnen, dass das Paddeln nach knapp 100 Metern zu einer Tortur wurde. Meine Arme hingen im Wasser wie schlappe Würstchen und ich lag japsend auf meinem Longboard – alles andere als grazil und wunderschön. Und genau in diesem Moment, in dem ich meine fast Fassung wieder erlangte, kam eine kopfhohe Welle und riss mich brutal herunter. Ich wurde nicht nur ordentlich gewaschen, ich schlug auch mit meinem Kopf jäh auf einem Felsen auf.
High Five. Dummer Tourist, Teil 2
Alles gut, ich bin nicht verletzt, lediglich mit einem Schrecken und einer Beule davon gekommen. Und einer guten Lektion: Know your skills. Ich war unvorbereitet und habe mich selbst überschätzt. Der Spot ist nicht ohne Grund der Spot der Weltmeisterschaft gewesen und ich bin ein Gelegenheits-Pinguin. Eine Bucht weiter wäre ich mit kleinen und seichteren Wellen besser aufgehoben gewesen. Und hier kommt die gute Nachricht: Hainan bietet für jeden Surfer die richtige Welle, ganzjährig und (fast) überall. Jetzt weiß ich das auch.
Die erwähnte Bucht neben dem Contest-Spot wurde zu meinem „homespot“ für die darauf folgenden Tage. Ich war dankbar über die Swell-Kontinuität und glücklich über perfekte Wellen für mich und mein 7’6″. Weit entfernt vom leichtfüßigen Cross Stepping oder coolen Cutbacks bin ich dennoch glücklich, fühlt sich doch das Surfen in den fast menschenleeren Buchten Hainans pionierhaft an.
Chinesen sind keine Strandgänger, sie meiden die Sonne und jegliche Aktivitäten darin. Und so ist diese Insel, tropisch, majestätisch und schön, immer noch ein quasi unerforschtes Paradies. Sie kommen, die chinesischen Touristen, bevorzugen aber mehr die luxuriösen Fünf-Sterne-Unterkünfte und das Plantschen im Pool oder ihrem Margarita. Und die wenigen ausländischen Abenteurer, die es hierhin verschlägt, die suchen sich günstige Unterkünfte in kleinen und malerischen Orten, wie zum Beispiel der Hafenstadt Hou Hai und verweilen unfreiwillig länger in der Ausgangslocation, ist doch das Anmieten eines Fahrzeugs in China für Ausländer nicht erlaubt.
Ein Road Trip-Urlaub ist auf Hainan also nicht drin. Und dennoch: Mein Fazit nach fast zwei Wochen südchinesicher Tropen fällt positiv aus. Wenn man einen Erkundungsdrang und Lust auf kulinarische Experimente hat und neugierig genug ist, hinter den kommunistischen Vorhang zu schauen, wird man eine Insel erleben, die man so schnell nicht vergisst. Ich werde wiederkommen. Mit weniger Gepäck, viel Sonnencreme und einem Wörterbuch – so eines für Kinder, in dem man einfach auf Gegenstände zeigen kann. Dann bleiben mir beharrte Hühnerbeine und Füße in Suppen erspart. Hoffe ich.
Tchüß, oder wie man hier sagt: 再见 (Zàijiàn)
Hier und dort und drumherum
Typisch chinesische Dörfchen sehen seltsam aus. Ich weiß, ich benutze das Wort „seltsam“ schon fast inflationär. Aber es passt so gut.
Die Häuser sind nicht hoch gebaut, sie haben höchstens drei Stockwerke, aber ihre Fenster sind vergittert. Das ist doch seltsam, oder? Kleine, eng stehende Gitterstäbe zieren ausnahmslos die Fenster der Wohngebäude. Warum, habe ich nicht herausfinden können.
So befremdlich die Hausfassaden auch wirken – die Hainaer sind unfassbar freundlich und neugierig. Fremdenscheu oder gar Feindlichkeit habe ich nicht erlebt. Ganz im Gegenteil, die Chinesen haben keine Berührungsängste, haken sich sogleich ein und lassen sich mit den Touristen fotografieren. Sie freuen sich über jeden, der seine Nase neugierig durch die Tür steckt und plappern munter darauf los (ungeachtet der Tatsache, dass man wirklich, wirklich nichts versteht).
Hainans Männer sind ein Phänomen. Die meisten von ihnen sind sehr klein (gemessen an europäischen Durchschnitts-Körpergrößen. Diese Äußerung ist nicht rassistisch oder gar sexistisch gemeint!) und drahtig. Und die meisten von ihnen rauchen. Nicht wenig, nein, richtig viel, ständig, Kette. Rauchen ist ein Statussymbol, so habe ich gelernt, ein Männer-Ritual. Frauen hingegen dürfen nicht rauchen. Rauchende Frauen verstören die Hainaner genauso, wie die Frage nach laktosefreier Milch. (ja, lacht ruhig).
In den Straßenrestaurants gibt es keine Speisekarten, dort kann man in aufgereihte Tonnen und Töpfe schauen, aussuchen, was in der Pfanne zusammengeworfen werden soll und Basta. Gegessen wird das, was die Tagesausbeute auf den Tisch bringt. Das kann Huhn, Hund oder Frosch sein, Fisch, Krabbe oder Hummer, Ei oder Dumpling (Dampf-Knödel) oder Dinge, von denen ich bis Heute (glücklicherweise) nicht weiß, von welchem Lebewesen sie als Reste fungieren. Das kann man ausprobieren, muss man aber nicht.
Innereien, Gehirne und Geschlechtsteile der Tiere, werden direkt neben der Kochstelle gesammelt, separat verarbeitet und selbstverständlich auch verspeist. Vielerorts sind das die wahren Delikatessen und versprechen, je nach Tier, Potenz, Vitalität, ein ewiges Leben oder einfach Gesundheit. Man weiß das nicht. An Innereien habe ich mich nicht getraut. Auch das An-Hühnerfüßen-Geknabbere habe ich ausgelassen. Hey, ich bin ein einfacher Tourist und furchtbar deutsch, wie ich hier festgestellt habe. Man möge mir das verzeihen.
Noch schwieriger als die kulinarische Reise ist Fortbewegung im Allgemeinen. Zumindest als Ausländer. Öffentliche Verkehrsmittel könnte man nehmen, spräche man Mandarin und ein Auto darf man nicht anmieten, nicht mal mit einem internationalen Führerschein, der ist hier nicht anerkannt und folglich nichts wert. Man kann einen Fahrer mieten, auch für einen ganzen Tag, wenn man weiß wie. Tatsächlich ist die Kommunikation hier auf das rudimentärste reduziert.
Schlau ist, wer in einem größeren Hotel um Hilfe bittet, dort sprechen die Angestellten zumindest ein ganz klein wenig englisch. Wichtig ist ein Notizzettel mit Uhrzeiten und Wunschdestinationen (in Landessprache), sonst ist die Anmietung kein Vergnügen. Und generell gilt: Zurücklehnen und Entspannen ist angesagt. Chinesen sind viel, aber nicht pünktlich – „gleich“ ist ein sehr, glaubt mir, sehr dehnbarer Begriff.
Nihao aus Hainan
Schwierige Konditionen. Ja, es sind tatsächlich schwierige Konditionen hier an der Küste von Wanning. Eine absolute Flaute lässt uns an Land verharren. Wir essen Seltsames, wir trinken Margaritas, wir lassen uns balinesisch massieren und wir warten… Ja, ich weiß, dass klingt nach Jammern auf hohem Niveau.
Mal im Ernst, auf Wellen warten ist Mist. Ja, Surfer sind geduldige Menschen, aber eine Flaute während eines Contests erhöht den Druck. Der Swatch Girls Pro Contest hat seine ersten drei Runden vollzogen und wartet jetzt auf Wellen. Die Konditionen waren nicht herausragend die letzten Tage, aber immerhin gab es kleine seichte lefthander. Die wunderschöne Hawaiianerin Kelia Moniz erreichte bisher die höchste vergebene Punktzahl und präsentierte uns eine Variation verschiedener Longboard-Manöver. Schön ist sie und grazil dazu. Man möchte sie hassen, ist sie doch eine dieser Frauen, die den Raum betreten und ihn sogleich für sich einnehmen. Dennoch: Es sei ihr gegönnt, sie ist nämlich nett. Das auch noch.
Die Wartezeit könnte schlimmer sein. Wie bereits erwähnt, mache ich das Beste daraus. Ich fresse mich durch die lokalen Spezialitäten und trinke leckere Cocktails und Bier. Die Chinesen kredenzen Eier in jeder erdenklichen Variante, in Nudeln, als klassisches Spiegelei, eingelegt in Sojasauce, in kalten Salaten mit viel (!) Mayonnaise oder in Nachtisch-Kreationen. Eier, soweit das Auge reicht. Und natürlich werden Reis und Nudeln serviert. Gebraten, gekocht, manchmal mit Gemüse durchmischt. An die Suppen habe ich mich nicht gewagt. Bisher konnte mir keiner so recht erklären, was die Basis der fettig aussehenden Brühe ist. Und ehrlich gesagt, habe ich Angst darin herumzurühren. Berechtigt, verbirgt sich doch in so manchem Topf irgendein tierisches Extremitätenteil, das ich wirklich, wirklich nicht zwischen meinen freundlichen Schneidezähnen wieder finden möchte.
Hainan ist verrückt. Das chinesische Hawaii, wie die Einheimischen Hainan liebevoll nennen, ist tropisch, warm, feucht und wunderschön. Die Küstenstreifen sind gesäumt mit Palmen und weißen Sandstränden. In dieser Jahreszeit klettern die Temperaturen auf stolze 32 Grad Celisus. Es ist schwül und erbarmungslos heiß. Ich habe mir natürlich prompt einen Sonnenbrand eingefangen, sehe jetzt aus wie ein Lobster und kämpfe mit lästerlichen Kommentaren. Touristen sind doof, das liegt in unserer Natur, glaube ich. Ich hätte das Klima und die Wettervorhersage checken können, stattdessen schwitze ich, auf Wellen wartend, in viel zu warmen Klamotten (und Sonnencreme schnorrend) vor mich hin.
Hier auf Hainan bin ich mit meinen langen blonden Haaren noch eine kleine Sensation. Die Faszination für die Andersartigkeit ist folglich auf beiden Seiten. Während ich also mit offenem Mund tagein, tagaus vor meinem Teller sitze und die Hainaner wegen fehlender Tischmanieren ungläubig anstarre, werde ich im Gegenzug permanent von chinesischen Reisegruppen und Schulklassen fotografiert. Das nennt man dann wohl ausgleichende Gerechtigkeit.
Schnürt die Schneeschuhe
Oft sind die Alternativen zum Ski- oder Snowboard fahren in vielen Wintersportgebieten doch ziemlich eingeschränkt. Umso beliebter wird in den letzten Jahren ein neuer Wintersporttrend, bei dem man sich Schneeschuhe unter seine Füße schnallt und damit durch beeindruckende Winterlandschaften wandert.
“Romantisch”, “Natur pur”, “einzigartige Schneelandschaften”: So lauten die Stimmen, die man hört, sobald man nach Schneeschuhtouren im Internet sucht. Schneeschuhwanderungen sind auch für Anfänger bestens geeignet und man benötigt dazu keine herausragende Kondition für diese Art von Wintersport.
Eine gute Möglichkeit im Winter eine ereignisreiche Winterwanderung zu machen, einen nicht gespurten Weg einzuschlagen oder einen Berggipfel zu erklettern: Einfach mal Schneeschuhe unterschnallen! Durch ihre breite Auflagefläche verhindern sie das Einsinken im Schnee. Mit Hilfe der Stöcke kann sehr gut das Gleichgewicht gehalten werden. In der Regel ist die Technik des Schneeschuhgehens schnell und unkompliziert zu erlernen.
Sportlich entspannen
Auf Schneeschuhwanderungen entdeckt man einsame Winterlandschaften und hinterlässt Spuren auf unberührten Schneefeldern. Umgeben von schneebedeckten Berggipfeln stapft man durch eine märchenhafte Winterlandschaft mit Aussichten, die verzaubern. Kein Lärm. Keine Hektik. Pure Natur.
Kein Wunder, dass sich Schneeschuhwanderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einer stetig zunehmenden Beliebtheit erfreuen, verbindet es doch Naturerlebnis und gesundheitlich wohltuende Beanspruchung auf einzigartige Weise. Dennoch merkt man nach der Tour schon, dass man sich sportlich betätigt hat.
Wer ansonsten eher „klassische“ Winter-Angebote bevorzugt, findet auf guiders.de beispielsweise auch mehrtägige Skitouren oder Skikurse in Deutschland und Österreich, die man direkt online buchen kann.
Lost in translation
Weit weit weg erreicht eine neue Dimension. 9000 Kilometer von Hamburg entfernt liegt ein kleines Surfparadies, das nicht nur in Kilometern ewig weit weg erscheint. Hier auf der Insel Hainan ist alles anders. Ja, sicher, ich bin in China – in einem der letzten kommunistischen Länder, aber selbst im Vergleich zum Rest der Volksrepublik, ist Hainan beängstigend weit entfernt von uns. Durchaus im sozialen und definitiv auch im kulturellen Sinne gemeint. Nach einem 34-stündigen Trip hierhin hab ich mich mehr denn je auf ein Bier und leckeres Essen gefreut…
Und genau hier beginnt meine skurrile Reise. Tsingtao mag das Nationalbier sein, die Kopfschmerzen kauft man für einen Euro dennoch gleich mit. Und was das Essen anbetrifft: Es gibt Schlimmeres, bestimmt – aber nicht viel. Und wer jetzt mit dem Kopf schüttelt und sich verwundert am Kinn kratzt, dem sei gesagt: Die uns bekannten knusprig frittierten Wan Tans und das leckere Chop Suey sind tatsächlich nur uns bekannt. Hier, im Bezirk Wanning, auf der tropischen Insel Hainan, isst man Seltsames. Seltsam gewürzt, seltsam portioniert, seltsam aussehend – und ehrlich gesagt, will man (seltsamerweise) nicht wirklich wissen, was man kredenzt bekommt. Dem deutschen Gaumen Angepasstes ist so gut. Ehrlich: so gut.
Das traditionelle Essen dieser Region ist so seltsam, ich habe mich noch nie so sehr nach einem Eintopf mit Kartoffeln und Karotten gesehnt. Deutsch, ich weiß. Ich habe mich bis dato definitiv für einen kulinarisch experimentierfreudigen Menschen gehalten, aber ich glaube, ich muss kleinlaut eingestehen, dass Spezialitäten, die aus den unzähligen Töpfen herausragten, mir im Fernsehen, in Sendeformaten, die die Reiselust dicklicher, selbsternannter Food-Experten dokumentieren, besser gefallen haben. Verwundert? Oh, wartet, ich habe den Nachtisch vergessen: Es gab in einer Zuckerlache eingelegte Früchte, und als diese, bei dem Versuch sie aus der Schale herauszufischen, auch noch gel-artige Fäden zogen, habe ich mich für zwei mehr Tsingtao entschieden. Es war die Frage nach dem kleineren Übel.
Nicht gesättigt, aber, dem Bier sei Dank, mittlerweile gut gelaunt, habe ich mich in die offizielle Eröffnungszeremonie des Swatch Girls Pro Events gestürzt. Dieser Surf-Event ist der Grund, warum ich um die halbe Welt geflogen bin. Das Surfen erobert China und ich bin live dabei. Dieser letzte Tourstopp der ASP (Association of Surfing Professionals) wird mit seinem morgigen Startschuss zum zweiten Mal in China Geschichte schreiben. Swatch hat mit diesem Contest diese kleine Region, im wahrsten Sinne des Wortes, entfesselt. Das Eröffnungsspektakel war eine Präsentation chinesischer Begeisterungsfähigkeit. Die ganze Stadt war auf den Beinen, die ganze Stadt war am Jubeln, Regierungsvertreter schüttelten sich die Hände und ließen sich in ewig anmutenden Begrüßungsreden feiern – und ich saß einfach da und ergab mich dem kleinen kommunistischen Schauer, der mir kalt den Rücken runter lief.
Unfassbar nett sind sie, die Hainaner (darf man die so nennen?) und gastfreundlich und neugierig und nickend und höflich leise davonhuschend (Knigge würde vor Stolz die Krawatte vom Hals platzen) – und so anders. (Chinesisch) politisch immer korrekt antwortend, vor Nationalstolz strotzend und neuerdings surf-verrückt. Ich bin mir sicher, dass neunzig Prozent, der heute Leuchtstäbe Schwenkenden, niemals auf einem Surfbrett stehen werden, und dennoch entfacht dieser Sport fast schon hysterische Begeisterung bei den Insulanern. Fernab von jeglichem kalifornischen Lifestyle feiert man hierzulande das Swatch Girls Pro-Aushängeschild Kassia Meador oder die Vorjahres-Siegerin Chelsea Williams wie Superstars im Kodak Theater in Hollywood. Und die Mädchen genießen den Trubel um ihre Personen mit der nötigen laid back Surf-Attitude und strahlen um die Wette. Kein Wunder, ist doch dieses tropische Eiland ein Lefthander-Paradies für Longboarder. Da kann man schon mal über Skurrilitäten und den ein oder anderen Bier-Kopf hinwegsurfen.
Canyoning: Abenteuer mit Adrenalin und sportlichem Reiz
Nein, Canyoning hat nichts mit Schlauchbooten zu tun. Zwischen Wasser und Haut ist bei dieser “Wanderung” durch die Schlucht nur der Neoprenanzug. Canyoning sollte der Kick des Sommers für das LOOX-Team werden – und wurde weit mehr.
Eine fixe Idee, die Spaß bringen sollte und aufregend ist – das war der Ausgangsplan. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen wollte das LOOX-Team den Alltag für einen Moment hinter sich lassen. Mit guiders.de kam Canyoning ins Spiel. Es klang nach Outdoor-Aktivität, Spaß und etwas Neuem – warum also eigentlich nicht? Glücklicherweise ließ sich in dem Tourenangebot eine Anfängertour finden – für uns genau das richtige!
Was ist eigentlich Canyoning?
Blinder Aktionismus. So kann man das ganze Vorhaben und die Vorbereitung am besten beschreiben. Kurze Absprache, Buchung und auf ging es ins Allgäu. Mit ruhigen Worten erklärte LOOX-Experte Sascha Köhler, was Canyoning eigentlich ist. Zusammengefasst lässt sich sagen: Rein in den Neoprenanzug, den Fluss durchqueren, abseilen, schwimmen, springen und mit einer gewissen Portion Adrenalin wieder unten ankommen. Klingt einfach. Sollte sich aber als anstrengender als erwartet herausstellen. Auch seine Aussage, dass ein gewisses Restrisiko immer vorhanden ist, konnte uns nur bedingt beruhigen.
Ein Mix aus Vorfreude und Aufregung macht sich breit. „Ich arbeite seit zwölf Jahren als Canyoning-Guide und bisher ist nie etwas Ernstes passiert. Den Respekt sollte vor der Natur man jedoch immer vor Augen haben. Wer auf der Suche nach einem Partyevent ist, ist hier falsch.“ Klare Worte, die Sascha uns mit auf den Weg gibt.
Klettern, abseilen, springen
Dann geht es los. Der Puls steigt, die Stimmung ist gut. Begleitet vom tosenden Geräusch des Wildwassers klettern wir die Klamm hoch. Oben angekommen, beginnt das erste Abseilen. Nicht nur das Wasser rauscht, sondern auch das Blut in unseren Ohren. Unter uns liegen zwölf Meter, die es gilt zu bezwingen. Unten angekommen, folgt der erste Sprung ins kalte Wasser. Wir sind fasziniert und können unser Staunen nicht mehr zurück halten. Guide Sascha hat es geschafft, seine Leidenschaft auf uns zu übertragen.
Abenteuerliche Rutschapartie
Mit weiteren Rutschpartien, der Bewältigung von Klippen und Sprüngen wagen wir uns an den Höhepunkt des Abenteuers heran. Mit einer Highlight-Rutsche landen wir wieder am Ausgangspunkt unseres Trips. Wir haben es geschafft! Vollkommen fertig aber glücklich haben wir unseren Schweinehund besiegt. Besonders Sascha ist es zu verdanken, dass wir die Tour auch noch dazu heil überstanden haben.
Wer auf der Suche nach Abenteuer, etwas Adrenalin und sportlichem Reiz ist, der ist beim Canyoning genau richtig. Neben Spaß, einem perfekten Plan und einer gehörigen Portion Konzentration braucht man nicht viel mehr und wird mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt. Und für das LOOX-Team steht die nächste Tour unter guiders.de bestimmt schon bereit.


